It’s special and it’s great! – Besondere Tanzstile

19. März 2014 / By

Was haben Breakdance, Popping, C-Walk und Jerkin gemeinsam? Richtig – ihr kennt sie alle schon in und auswendig. Das Internet ist voll mit Beschreibungen, Artikeln und manchmal ziemlich schrägen Definitionen über die guten alten Tanzstile. Aber was ist mit Azonto, Waacking oder Tanging? Über diese speziellen Trends in der Tanzszene findet ihr nur Videos und schwammige Erklärungen? Dann ist dieser Artikel genau das Richtige für euch. Wir bringen Licht ins Dunkel und wollen euch mit genügend Infos, tollem Hintergrundwissen und beeindruckendem Videomaterial neugierig machen. Lasst euch von schnellen afrikanischen Rhythmen und lockeren Armbewegungen mitreißen und vor allem anstecken.

Waacking/Wacking – Bleib mal locker, Baby

Dieser Tanzstil entstand in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts. Man sagt, dass die Geburtsstätte des Waackings L.A. ist und erstmals in homosexuellen Clubs getanzt wurde. Aber Achtung: Waacking wird oft mit dem Tanzstil Voguing verwechselt. Zwar entwickelte sich Waacking aus dieser Richtung, jedoch wird beim Waacking mehr getanzt. Beim Voguing versucht man eher Modelposen zur Musik darzustellen.

So sieht’s aus: Waacking ist eine Form des Streetdance und gehört gewissermaßen zum Hip Hop. Im Grunde bewegt man hauptsächlich die Arme zum Beat der Musik. Damit das Ganze aber nicht wie ein steifer Baum mit wedelnden Ästen im Wind aussieht, können alle anderen Körperteile natürlich auch bewegt werden.
Kombinierte Armbewegungen, ähnlich wie beim Locking, mit Sprungelementen sind nur ein Teil aus dem vielseitigen Move-Sortiment. Elemente aus dem Jazz und Funk kann man ebenso im Waacking finden: Armkreisen, Fingerzeigen, Hüften schwingen – einfach richtig Lust an Bewegung haben. Kein Wunder, dass dieser Tanzstil aus der Discoszene in Los Angeles entstanden ist. Coole Moves zu coolen Beats.

Waacking ist der perfekte Tanz, um einfach mal locker zu werden. Schmeißt euch am besten jetzt gleich in eure Jogginghosen oder Leggings, schaut euch das Video an, probiert es selbst aus und lasst den Alltagsstress hinter euch!


PS: An alle Mädels: Auch wenn euch Wracking nicht gleich als Tanz vorkommt…ihr werdet sehen: Er macht euch unglaublich sexy! 😉

Azonto – ghanaische Lebensfreude

Azonto ist ein unglaublich lebendiger und energiegeladener Tanz aus Ghana. In den Stadtteilen Jamestown, Bukom und Chorkor der Hauptstadt Accra sollen die Menschen zuerst die typischen Bewegungen getanzt haben. Kpanlogo heißt der traditionelle ghanaische Tanz, der wohl der Ursprung des Azonto sein soll.
Das Wort „Azonto“ (abgeleitet von Azontoa) wurde eigentlich in Liedern verwendet, um unbeliebte Mädchen zu beleidigen. Der gleichnamige Tanzstil in der modernen Zeit hat damit jedoch weniger zu tun. Heute dürfen wir uns an farbenfrohen Klängen in Liedern und an leichten Tanzbewegungen zum Mitmachen erfreuen.

Eigenschaften des Azonto: Tatsächlich soll der Tanz einfache Bewegungen haben und die Unbeschwertheit des Lebens zeigen. Dazu werden, wie bei vielen afrikanischen Tänzen, die Knie gebeugt und die Hüfte bewegt. Hinzukommen Armbewegungen, wie z.B. mit den Fingern zeigen oder alltägliche Tätigkeiten nachahmen, wie Wäsche waschen, Auto fahren, schwimmen, beten oder auch boxen. Ziel des Azontos ist es, sich überall leicht bewegen zu können. Ob jung oder alt, ob im Club oder beim Hausputz – jeder soll die ghanaische Lebensfreude im ganzen Körper spüren.

Im Laufe der Zeit haben sogar bekannte Rapper, wie Sarkodie, 4×4 und Gasmillan ihre Musik an den Azonto-Stil angepasst. Zahlreiche Lieder von ihnen könnt ihr im Internet finden. Unser persönlicher Favorit ist jedoch Fuse ODG & Tiffany mit dem Lied „Antenna“ mit einer tollen Performance von den Gewinnern der Antenna Dance Competition. Das wird unser Tanz des Sommers!


Tanging/Wu-Tanging – Schwing deine Arme

Der Name ist zugegebenermaßen nicht sonderlich spektakulär und klingt wohl eher wie eine neue Fitness-Sportart, aber es handelt sich bei Tanging wirklich um einen Tanzstil. Dieser kommt auch nicht, wie vielleicht vermutet, aus dem Fernen Osten: Ursprünglich stammt er wohl aus Pennsylvania, also aus den USA. Besonders in Philadelphia und später in den umliegenden Umgebungen, wurde Tanging meist zu Baltimore-Club-Music getanzt.

Die Bewegungen: Dieser Tanzstil zeichnet sich gewissermaßen durch 3 Grundeigenschaften aus.

(1) Die Arme sind angewinkelt und bewegen sich hoch und runter (up-and-down), wie ein Schwertkämpfer diagonal zum Körper oder einfach seitwärts (side-to-side).
(2) Die Beine stehen auseinander und sind gebeugt, so dass die Hüfte locker mitschwingen kann. Zwischendurch werden die Beine nach Vorne oder zur Seite „gekickt“.
(3) Die Bewegungen werden schnell und eher ruckartig ausgeführt.

Das war jetzt ein bisschen zu wirr? Kein Problem. Tanging ist recht schwer zu erklären, so dass auch wir gerne auf ein anschauliches Video zurückgreifen:


Zwar wissen wir nicht, woher der Name Tanging kommt (nicht von dem Wu-Tang Clan) und wann er zum ersten Mal getanzt wurde, jedoch finden wir, dass er bestimmt richtig viel Spaß macht!

Abschließende Gedanken zum Thema

Ich bin immer wieder erstaunt wie viele Tanzarten und -stile es auf der ganzen Welt gibt. Die Kreativität der Bewegungen scheint unerschöpflich. Wir kennen noch längst nicht alle, aber es gibt so viele kleine besondere Tänze, die wir noch entdecken können. Ich freue mich besonders über Tänze die zeigen wie schön das Leben doch ist. Ihre Botschaft scheint zu sein: Genießt das Hier und Jetzt, seid nicht so hart zu euch und gönnt euch selbst mehr von diesem wundervollen Stück Zeit namens Leben.

Deshalb ist mein persönlicher Favorit in diesem Artikel der Tanzstil Azonto. Er bringt mir besonders mit seiner speziellen Musik immer wieder die Sonne in mein Herz und zaubert mit ein Lächeln ins Gesicht (auch wenn das Leben mal nicht so nett ist 😉 )

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