Mach deine Leidenschaft zum Beruf – Teil 1: Tanzlehrer/in (3)

20. November 2013 / By

Da kommt was auf dich zu…

Keine Panik! Die Überschrift klingt schrecklicher als sie ist. In diesem Teil der Reihe „Mach deine Leidenschaft zum Beruf – Teil 1: Tanzlehrer/in“ wollen wir dir eventuelle Hindernisse, Probleme und Schwierigkeiten aufzeigen, die der Beruf mit sich bringt.
Damit dieser Teil der Artikel-Reihe, aber nicht zum Horrortrip wird, haben wir dir natürlich auch einige Lösungsansätze herausgearbeitet, die letztendlich zum glücklichen Happy End führen können. 🙂

Hallo Selbstständigkeit – Tschüss Probleme!?

Vollzeit- & Teilzeittanzlehrer/in:

Zuallererst wird die Selbstständigkeit in Teilzeit- und Vollzeit-Jobs unterteil. Je nachdem für welche Variante du dich entscheidest, gibt es hier die wichtigsten Aspekte im Überblick.

Teilzeit:
Wenn Tanzen dein Hobby ist und du ab und zu gerne mal unterrichtest oder was aufs Parkett legst, dann ist der Teilzeit-Job genau richtig. Neben deinem normalen Beruf oder deinem Studium kannst du ganz bequem kleine Jobs erledigen.
Toll: Die Sozialversicherungsbeiträge (Krankenversicherung, Rentenbeiträge, etc.) laufen über deinen normalen Beruf.
Die tänzerische Arbeit wird über die Selbstständigkeit als Freiberufler verwaltet, da die Arbeit als Tanzlehrer zu den freien Berufen (Übersicht) zählt. Dabei müssen keine Gewerbesteuern gezahlt werden. Du kannst also die günstigen Steuervorteile eines Freiberuflers genießen.

Vollzeit:
Wie unser Tanzlehrer Denis kannst du Tanzen auch zu deinem Full-Time-Job machen. Solange du deine Kurse gibst, wirst du auch als Freiberufler bezeichnet, allerdings wie erwähnt in Vollzeit.
Achtung: Bei z.B. der Organisation von Tanzevents sieht das jedoch anders aus. Hierfür wird extra ein Gewerbescheine benötigt (d.h. du musst steuerliche Aspekte und eine spezielle Art von Rechnungen beachten). Als Vollzeit-Freiberufler musst du dich selbst um deine Sozialversicherungsbeiträge, Krankenversicherung, Rentenversicherung, etc. kümmern.

Krankenversicherung allgemein: Die meisten Vollzeit-Tanzlehrer/innen sind selbstständig – nur wenige sind angestellt. In beiden Fällen muss man sich jedoch krankenversichern. Dabei gibt es wieder unterschiedliche Abstufungen, je nach Alter, Selbstbehalt etc. In diesem Fall ist es am besten, wenn du dich an eine der zuständigen Krankenkassen wendest.
Empfehlung: Vertraue bitte nicht auf noch so seriös wirkende Onlineportale. Schnapp dir lieber deine Jacke und suche ein persönliches Beratungsgespräch auf!

Finanzamt: Als Freiberufler ist es notwendig, dich beim Finanzamt zu melden. Du erhältst eine Steuernummer und einen Fragebogen zum Ausfüllen. Wenn du einen Steuerberater hast, kann dieser die Angelegenheit für dich klären.

Rechnungen: Dies ist eine der leichtesten Übungen. Am Ende jedes Monats (falls du in einem Tanzstudio regelmäßig beschäftigt bist) oder nach einigen spontanen Jobs musst du eine Rechnung schreiben. Vorlage downloaden

Hinweis: Dies ist ein Beispiel für eine Rechnung als Tanzlehrer im freiberuflichen Bereich. Eine Gewerberechnung weicht davon ab!

TIPP: Wie ihr wisst ist Deutschland ein Paragraphen-Dschungel, also wenn ihr Zeit sparen oder Ärger umgehen wollt – sucht euch lieber einen Steuerberater oder fragt einen Tanzlehrer 😉

So meisterst du den Dschungel des freien Berufs

Tägliche Motivation ist hier das Stichwort.
Es ist nicht immer einfach in die Tanzszene zu kommen, außer man tanzt schon lange Zeit und konnte sich damit einen Namen machen. Der Weg zur Vollzeit-Selbstständigkeit dauert meist ein paar Jahre. Während es als Teilzeittänzer oftmals leichter ist, da man sich durch gute Kontakte schneller kleine Jobs an Land ziehen kann.

Tipp: Stelle ein paar Videos bei Youtube, Facebook oder anderen öffentlichen Portalen ein und warte, welches Feedback du bekommst. Einige 1000 Views bei Youtube zeigen, dass du Talent hast oder die Leute deinen Tanzstil mögen. So wirst du schneller bekannt und nebenbei ist es super Marketing für dich.

Manchmal ist aller Anfang eben schwer, wie Großmutter immer sagt. Aber auch dafür haben wir eine Lösung. Check doch mal diese kleine Liste:

– Verliere nicht die Begeisterung und Leidenschaft für das Tanzen und somit für deinen Beruf.
– Sei geduldig. Nicht alles gelingt auf Anhieb.
– Eine selbstbewusste – jedoch nicht arrogante! – Ausstrahlung hilft dir deinen Gegenüber zu Überzeugen.
– Schau über den Tellerrand. Probier Neues aus! Ein authentisches Know-How kommt über all gut an.
– Kontakte sind das A und O. Auch wenn dir beim 1. Mal der Yoga-Lehrer aus dem Fitnessstudio nicht als hilfreich erscheint – behalte ihn im Hinterkopf. Wer weiß welche neue Tanzrichtung bald die Tanzszene erobert?

Ähnliche Beiträge

0 Comments


Möchtest du deine Gedanken teilen?

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind mit * gekennzeichnet.

Schreibe einen Kommentar